2009-06-23 PM SPD-Frauen ziehen Bilanz zu Wahlen

Nach Superwahlsonntag ziehen SPD-Frauen im Kreis Bilanz
Frauenanteil künftiger SPD-Mandate in Gemeinden weiterhin über Landesdurchschnitt

Die Bilanz des Superwahlsonntag aus dem Blickwinkel der politisch engagierten SPD-Frauen im Kreis zeigt: Die weiblichen Mandatsträgerinnen in den künftigen Gemeinderäten des Kreises bleiben im Verhältnis zum jeweiligen weiblichen Bevölkerungsanteil weiter unterrepräsentiert. „Dennoch, und darauf blicken wir recht selbstbewusst“, erklärt Ulrike Lucas, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Kreis, „liegt mit 32,1 Prozent der Anteil gewählter SPD-Gemeinderätinnen knapp 10 Prozentpunkte über dem durchschnittlichen landesweiten Frauenanteil von 22,2 Prozent.“ Damit auch über dem kreisweiten Anteil von 28,6 Prozent (vgl. Statistisches Landesamt sowie Landeszentrale für politische Bildung).

Zu Austausch und einer ersten gemeinsamen Bilanz des Superwahlsonntags hatte die Arbeitsgemeinschaft der SPD-Frauen diese Woche die Kandidatinnen aller kommunaler SPD-Listen im Kreis Böblingen eingeladen. Ulrike Lucas, selbst Gemeinderätin in Weil der Stadt und frisch gewählte Regionalrätin, begrüßte mit ihrem Vorstandsteam neue und wieder gewählte Mandatsträgerinnen sowie jene Kandidatinnen aus dem Kreisgebiet, die sich weniger erfolgreich für sozialdemokratische Werte eingesetzt haben.

Sie hakte nach: „Haben sich persönliches Engagement gelohnt? Haben sich die wortreichen Anstrengungen der Politik aller Couleur gelohnt? Sind die kommunalen Gremien einen Schritt weiter gekommen hin zum erklärten Ziel ‚Spiegel der Gesellschaft’ zu werden?“ Es zeigte sich eine sehr interessante Bandbreite persönlicher Erfahrungen vor Ort, unterschiedlicher Eindrücke rund um die Wahlen und auch zu erwartender Fakten in der künftigen Gremienarbeit.

„Der Austausch ist sehr anregend und wichtig. Wir finden die Idee dazu echt prima!“, äußerten die beiden SPD-Kreisrätinnen Gerlinde Hörz, Gärtringen, und Gabriele Schmauder, Leonberg. Die intensive Diskussion und die Kandidatinnen und Mandatsträgerinnen von Böblingen über Grafenau, Holzgerlingen, Leonberg, Nufringen, Schönaich, Steinenbronn bis Waldenbuch bestätigten diese Einschätzung. Als Dank für ihr Engagement und hoffnungsvolles Vorzeichen auf fairen Umgang in den Gremien erhielten alle Frauen Rosen aus fairem Handel.

 
 

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