Profi-frühkindliche Sprachförderung ist nötig und nutzt!

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Infos der Referentin überzeugen bei Veranstaltung der SPD-Frauen -
Profi-frühkindliche Sprachförderung ist nötig und nutzt!

„Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“, dieses Zitat des österreichisch-englischen Philosoph Ludwig Wittgenstein stand zu Beginn der öffentlichen Veranstaltung der SPD-Frauen im Kreis Böblingen. Aus ihrer langjährigen Erfahrung über die Praxis der frühkindlichen Sprachförderung informierte Hildegard Rohrdantz, aktive Fachberaterin für Sprachförderung im Elementar- und Primarbereich. „Der Spracherwerb der Kinder ist regelmäßig. Alle Kinder durchlaufen die gleichen Entwicklungssequenzen – allerdings in unterschiedlichen zeitlichen Entwicklungsphasen. Dies macht sich die Sprachförderung zu Nutze.“

Durch die jeweilige Landeshoheit über den Bereich „Bildung“ entwickelten sich in den Bundesländern unterschiedliche Förderprogramme und Projekte für die Sprachförderung von Kleinkindern; in Baden-Württemberg können zudem Kindergärten und Erzieherinnen auswählen, nach welchem Verfahren sie sich jeweils um die Sprachkompetenz kümmern. Dabei stellt Hildegard Rohrdantz klar: „In unserer Kommune einigten wir uns in allen zehn Kindergärten - städtische, evangelischer und katholischer - auf ein Programm.“ Sie erläutert den kindlichen Spracherwerb und die Praxis vom handlungsbegleitenden Sprechen beim Spiel oder in der Natur.
Erste baden-württembergische Konzepte wie das Denkendorfer Modell werden noch heute in vielen Tageseinrichtungen praktiziert. Die Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfe/HSL oder das Sprachförderprogramm „Sag mal was“ der Landesstiftung rücken individuelle Förderung in Kleingruppen in den Mittelpunkt. Die Professionalisierung der Betreuerinnen entwickelte sich von ehrenamtlichen Helfern, über pädagogisch Gebildeten hin zu speziell für frühkindliche Sprachförderung ausgebildeten Erzieherinnen. Dies parallel zum - nicht nur von Pädagogen und Politik - erkannten Stellenwert von Sprache in den ersten Lebensjahren, der Bedeutung von Sprachförderung bei ungleichen Startbedingung in Schullaufbahn und Ausbildung sowie vieler öffentlicher Debatten.
Jedes vierte Kind im Land, das kommendes Schuljahr eingeschult werden wird, braucht sprachliche Förderkurse, erklärte die Landes-Sozialministerin Mitte April. Die Fachberaterin ergänzt um ihre Erkenntnisse: „Es brauchen leider immer mehr Kinder Förderung. Aber nach meiner Erfahrung erreichen immerhin rund 75 Prozent der Geförderten bei Einschulung einen altersgerechten Sprachstand.“ Für Ulrike Lucas, Vorsitzende der SPD-Frauen im Kreis „Gründe, die Rahmenbedingungen und Professionalität frühkindlicher Sprachförderung mit Bildungsanspruch entsprechend weiter zu entwickeln und zu optimieren. Schließlich ist Sprache die Brücke - und echte Chance zum Überwinden von Grenzen und AUS-Grenzen.“

 
 

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